
von Joachim Schwald
Wie im Vorjahr war auch heuer wieder eine Gruppe ukrainischer Caritas-Mitarbeiter:innen auf Einladung der Österreichischen Bischofskonferenz auf Erholungsurlaub zu Gast in Vorarlberg. Im Mittelpunkt des einwöchigen Besuchs standen der persönliche Austausch, das Teilen von Erfahrungen sowie Berichte über die teils dramatischen Herausforderungen, denen sich die Caritas im vom Krieg gebeutelten Land täglich stellen muss.
Die Arbeit der Ukrainischen Caritasmitarbeiter:innen ist vielseitig: So organisieren sie logistische Hilfe für Binnenflüchtlinge, helfen Menschen, deren Wohnungen durch Bombenangriffe beschädigt bzw. zerstört wurden oder sie unterstützen Menschen bei der (Wieder)Beschaffung von Dokumenten. Besonders die Situation der Kinder ist besorgniserregend, da soziale Kontakte sehr selten sind.
In Zusammenarbeit mit dem Bildungshaus Batschuns und dank der Unterstützung engagierter Freiwilliger gestaltete die Caritas Vorarlberg ein umfangreiches und gleichsam vielseitiges Programm, in dem Besuche und Einblicke in Caritas-Einrichtungen wie dem WirkRaum in Dornbirn genauso Platz fanden wie diverse Ausflüge. Unter anderem erlebte die Gäste eine Schiffsrundfahrt auf dem Bodensee, genossen den Blick vom Karren und konnten bei einer Wanderung mit Alpbesuch in Laterns Alpenluft schnuppern. Während ein weiterer Ausflug ins Käsehaus nach Andelsbuch führte, konnten sie in der Schattenburg einen Blick in die Geschichte erhaschen. Auch ein Einkaufsbummel im Messepark durfte für die überwiegen weibliche Gruppe nicht fehlen. So wurde einen Rahmen für Begegnung, Erholung und gegenseitige Stärkung geschaffen.

Zum Abschluss ihres Aufenthalts feierten die Gäste aus der Ukraine im Feldkircher Dom gemeinsam mit Bischof Benno Elbs, dem Generalvikar der Katholischen Ostkirchen in Österreich, Yuriy Kolasa, sowie Vasyl Demchuk, dem Seelsorger für die ukrainisch griechisch-katholische Gemeinde in Vorarlberg, eine Göttliche Liturgie im byzantinischen Ritus. Neben seinem tief empfundenen Dank für den engagierten Einsatz der Frauen und Männer im Kriegsgebiet gab der Feldkircher Bischof den Gästen die Botschaft mit, in der Verbindung mit Jesus Christus zu bleiben. „Frieden ist die Entscheidung nicht zu hassen“, so Bischof Elbs, der den Gästen weiterhin viel Kraft für ihren Dienst an ihren Mitmenschen wünschte. Gestärkt und um viele Eindrücke reicher traten die ukrainischen Gäste tags darauf ihre Heimreise an.