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PK Sternenbänkle
Alexandra Serra / PK Sternenbänkle
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66 Sternenbänkle im ganzen Land

Der Verein VergissMichNicht – Sternenkinder Fotografie setzt mit "Sternenbänkle" nächsten Akzent, um auf Sternenkinder aufmerksam zu machen.

RED/Joachim Schwald

 

Sternenkinder sind Kinder, die den Weg ins Leben nicht geschafft haben und vor, während oder unmittelbar nach der Geburt verstorben sind. Der Vorarlberger Verein VergissMichNicht – Sternenkinder Fotografie erstellt seit mehr als fünf Jahren auf Wunsch betroffener Eltern kostenlos wertvolle Erinnerungsaufnahmen ihrer Sternenkinder.


Im Durchschnitt werden die Fotograf:innen des Vereins alle zehn Tage zu einem Einsatz gerufen. Insgesamt gibt es in Vorarlberg jedoch rund 1.000 Sternenkinder pro Jahr, wenn auch Kinder berücksichtigt werden, die bereits in sehr frühen Schwangerschaftswochen versterben. Auch wenn sie nur für einen kurzen Augenblick Teil dieser Welt waren, werden sie von ihren Eltern, Geschwistern, Großeltern und weiteren Angehörigen schmerzlich vermisst.


Über viele Jahrzehnte war das Thema Sternenkinder stark tabuisiert. Betroffene Eltern blieben mit ihrer Trauer häufig allein. Deshalb setzt sich der Verein nicht nur mit der Sternenkinderfotografie, sondern auch mit Projekten und Initiativen dafür ein, das gesellschaftliche Bewusstsein für Sternenkinder zu stärken. Für betroffene Eltern ist es von großer Bedeutung, mit ihrem Verlust wahrgenommen zu werden. Viel zu lange wurde darüber geschwiegen.

 

Ein Zeichen des Mitgefühls


Ein sichtbares Zeichen dafür sind die Sternenbänkle, die an besonders schönen Orten in den Gemeinden zum Verweilen einladen. Sie stehen für gelebte Solidarität, Mitgefühl und Erinnerung. Im vergangenen Jahr wurde das Projekt „Sternenbänkle – Orte der Erinnerung“ in allen 24 Gemeinden des Bregenzerwaldes initiiert und erfolgreich umgesetzt. Heuer zieht das Projekt bereits weitere Kreise und ist inzwischen in weiten Teilen Vorarlbergs angekommen. Mittlerweile haben bereits 37 Gemeinden und Städte an besonders schönen Plätzen insgesamt 66 Sternenbänkle errichtet und damit den Sternenkind-Eltern gewidmet. Sie laden zum Innehalten, zum Erinnern sowie zum gemeinsamen Gespräch und Austausch ein.

 

PK Sternenbänkle

 

Die Sternenbänkle sollen die Sternenkinder in die Mitte der Gesellschaft holen, so das Ansinnen des Vereins VergissMichNicht – Sternenkinder Fotografie um Obmann Andreas Uher . Serra/VMN

 

 

Hilfsangebote auf einen Blick


Nicht alle Betroffenen schaffen es, den Schmerz und die Trauer allein zu bewältigen. Erfreulicherweise gibt es heute eine wachsende Zahl an Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Sternenkindfamilien. Gerade in einer akuten Krisensituation war es jedoch bislang oft schwierig, einen raschen Überblick über passende Hilfsangebote zu erhalten.
Aus diesem Grund befindet sich auf jeder Tafel der Sternenbänkle ein QR-Code, der direkt zur landesweiten Plattform SozialKompass.V (www.sozialkompass-vorarlberg.at) führt. Dort finden Betroffene und Angehörige die verfügbaren Hilfsangebote übersichtlich und unkompliziert dargestellt. Das Angebot wird laufend erweitert und aktualisiert.


Sehr erfreut zeigen sich die Organisatoren des Projekts über die unkomplizierte Unterstützung der teilnehmenden Gemeinden. „Es zeigt, dass mit vergleichsweise geringem Aufwand etwas Großartiges entstehen kann. Und wer weiß – vielleicht gelingt es uns eines Tages, dass es in jeder Gemeinde Vorarlbergs zumindest ein Sternenbänkle gibt. Wir freuen uns über jede Gemeinde, die Teil dieses Projekts werden möchte“, sagt Obmann Andreas Uher vom Verein VergissMichNicht – Sternenkinder Fotografie.

PK Sternenbänkle
Alexandra Serra / PK Sternenbänkle

Teilnehmende Gemeinden:

Alberschwende, Andelsbuch, Au, Bezau, Bizau, Bludenz, Bregenz, Buch, Bürs,
Damüls, Doren, Dornbirn, Egg, Eichenberg, Göfis, Hard, Hittisau, Hohenweiler, Hörbranz, Krumbach, Langen bei Bregenz, Langenegg, Lingenau, Lustenau, Meiningen, Mellau, Möggers, Raggal, Marul, Reuthe, Riefensberg, Schnepfau, Schoppernau, Schröcken, Schwarzenberg, Sibratsgfäll, Sulzberg, Warth

 

*fett - 2026 hinzugekommen

Aus der KirchenBlatt-Ausgabe Nr. 31  vom 27. August 2026. 

 

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Von Cornelia Engler
Veröffentlicht am 25.08.2026
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