
Da P. Johannes Kolasa OFM mit 1. September 2026 den Pfarrverband Schoppernau-Schröcken-Warth verlassen und eine neue Aufgabe übernehmen wird, wurde die Stelle des Pfarrmoderators ausgeschrieben. Die Personalkommission der Diözese Feldkirch hat Friedrich Kaufmann, bisher Pfarrmoderator von Egg-Großdorf, als Nachfolger von Johannes Kolasa designiert.
Am 14. April fand ein Kennenlernabend der Gremien des Pfarrverbandes, des designierten Pfarrmoderators und Hans Rapp als Vertreter der Diözesanleitung statt, bei dem die Gremien auch ihr Anhörungsrecht wahrnehmen konnten. Die Gremien drückten darin ihr Bedauern aus, dass P. Johannes den Pfarrverband verlassen wird. Sie hießen gleichzeitig aber auch Pfarrmoderator Friedrich Kaufmann herzlich willkommen und freuen sich auf die künftige Zusammenarbeit.
Der ursprünglich aus Reuthe stammende Friedl Kaufmann ist seit 25 Jahren Seelsorger in der Diözese. Nach seinem Abschluss im Priesterseminar absolvierte Kaufmann sein Pastoraljahr bei Eugen Giselbrecht in Ludesch. Das Diakonatsjahr und in weiterer Folge vier Kaplansjahre folgten bei Toni Oberhauser in Götzis und Altach. Ebenfalls als Kaplan war Kaufmann schließlich in der Pfarre St. Peter und Paul in Lustenau bei Pfarrer Josef Drexel tätig. Für den Reuthinger schloss sich ein Stück weit der Kreis, als es zurück in den mittleren Bregenzerwald ging. Ab 2008 leitete Kaufmann schließlich den Pfarrverband Egg-Großdorf. Und blieb dort 18 Jahre lang. Seine Wirkungsstätte verlässt er mit einem guten Gefühl. „Hier gibt es viele verlässliche und gut organisierte Menschen. Beide Pfarren stehen auf gesunden Beinen.“ Wichtig war Kaufmann auch stets die gute Zusammenarbeit von Egg und Großdorf. „Dort, wo es Sinn macht, arbeiten beide hervorragend zusammen.“
„Für mich war es immer ein Wunsch, noch einmal die Pfarre zu wechseln. Ich bin mit Ende 30 hierher gekommen und habe mich in Egg und Großdorf immer sehr wohl gefühlt. Aber irgendwann kommt einfach die Zeit für eine Veränderung.“ Bereits nach 15 Jahren stellte sich für Kaufmann die Frage nach einem Wechsel. Es gab auch immer wieder Gespräche, doch sie blieben unverbindlich. Als eine reizvolle Aufgabe sah Kaufmann dann die freiwerdende Stelle des Pfarrmoderators in Schoppernau-Schröcken-Warth. Eine neue Aufgabe und dann auch noch im heimischen Bregenzerwald – das passte. „Mich freut, dass es geklappt hat. Ich mag die Region einfach, die Menschen hier liegen mir sehr am Herzen. Wenn man die Wälder Mentalität kennt, dann kann man auch ganz anders auf die Leute eingehen.“

Ab September zieht Friedl Kaufmann nun also ein paar Kilometer weiter. Der erfahrene Pfarrer möchte zunächst die Leute und die bestehenden Strukturen kennenlernen und dann den eigenen Gestaltungsfreiraum nutzen. Dabei ist es ihm ein Anliegen, den Menschen und dem, was sie bisher aufgebaut haben, mit großer Wertschätzung zu begegnen. „Es gab bereits ein Treffen der drei Pfarren. Ich denke, es herrscht eine gute Stimmung und eine gegenseitige Freude auf die künftige Zusammenarbeit“, so Friedl Kaufmann abschließend.