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Auf dem Weg zum Lebensschatz

Mit viel Sonnencreme im Rucksack machten sich vergangene Woche 230 Lehrlinge auf den Weg von Feldkirch nach Rankweil.

Von Anna Kadisch

 

Was haben das Pub-Quiz, die Pop-Up-Church beim Szene Openair und die Lehrlingswallfahrt gemeinsam? Alle drei sind Fixtermine der Jungen Kirche Vorarlberg und ermöglichen Glaube und Tiefgang für Jugendliche hautnah. Zu spüren war dies auch bei der diesjährigen Lehrlingswallfahrt am vergangenen Donnerstag. 230 Lehrlinge aus ganz Vorarlberg kamen am 2. Juli auf dem Weg von Feldkirch nach Rankweil ins Gespräch über Gott und die Welt. Organisiert wurde die Lehrlingswallfahrt von der Jungen Kirche Vorarlberg und der österreichweiten Initiative „denk dich neu“. Eingeladen wurden die Lehrlinge über die Katholische Kirche Vorarlberg und die Bildungsdirektion Vorarlberg. In Begleitung von Ordensschwestern und Ordensbrüdern, Pfarrer, Bischof Benno Elbs sowie MitarbeiterInnen der Katholischen Kirche Vorarlberg gingen die Jugendlichen auf die Suche nach ihrem ganz persönlichen Lebensschatz.

 

Nach dem gemeinsamen Frühstück im Garten des Bischofshauses in Feldkirch brachen die Gruppen auf und machten sich auf den Wallfahrtsweg nach Rankweil. Mit verschiedenen Stationen entlang des Weges lud die Wallfahrt dazu ein, über den eigenen Lebensweg, über Gemeinschaft und über den persönlichen Schatz des Lebens nachzudenken. „Es war beeindruckend zu sehen, mit wie viel Offenheit und Aufmerksamkeit die Lehrlinge unterwegs waren“, so Organisatorin Mona Pexa von der Jungen Kirche Vorarlberg. „Gerade in einer Zeit, die oft von Tempo, Druck und ständiger Erreichbarkeit geprägt ist, tut es gut, gemeinsam innezuhalten und zu fragen: Was trägt mich wirklich?“

 

Stationen mit Tiefe

 

An der ersten Station bei der Elendbildkapelle stand das Thema „Die Traurigen trösten“ im Mittelpunkt. Die Lehrlinge setzten sich damit auseinander, was ihren persönlichen Schatz bedroht und was ihnen in schwierigen Momenten Trost spendet. Symbolisch durfte jede:r einen schweren Stein beschreiben und in einer Wasserschale versenken. Eine Blumenmurmel stand zugleich als Zeichen dafür, dass aus Sorge und Belastung auch Neues wachsen kann. Bei der zweiten Station auf dem Weg zum Schloss Amberg ging es um „Die Fremden aufnehmen“. Mit einem spielerischen Zugang wurde das Teamgefüge gestärkt und deutlich gemacht, wie wichtig Aufmerksamkeit, Rücksicht und gegenseitige Wahrnehmung in einer Gruppe sind. „Unterwegs zu sein heißt auch, aufeinander zu schauen“, lautete die Botschaft dieser Station. 

 

Die dritte Station beim Brunnen stand unter dem Titel „Aus dem Vollen schöpfen“. Mit Wasser als Symbol für Leben überlegten die Lehrlinge, welchem Schatz in ihrem Leben sie gerade mehr Aufmerksamkeit schenken möchten. „Mein Schatz braucht Wasser“ wurde dabei zu einer einfachen, aber starken Einladung, Freundschaft, Familie, Glaube oder auch die eigene Person bewusster zu nähren.

 

Freude, Glauben und Segen

 

Am Schafplatz ging es in Station vier um „Freude teilen“. Mit Seifenblasen, Wünschen und kleinen Zeichen der Leichtigkeit wurde sichtbar, dass Lebensfreude nicht nur empfangen, sondern auch weitergegeben werden kann. Die Lehrlinge konnten die Gedanken an andere Menschen symbolisch „steigen lassen“ und so ein Zeichen für Hoffnung und Verbundenheit setzen. In der Kirche folgte schließlich die Station „Lebenslust und Lebensschatz“. Vor dem Gottesdienst stießen die Lehrlinge gemeinsam auf das Leben an, bevor sie durch die Stationenkirche geführt wurden. Dort gab es verschiedene Impulse zum Motto: Schätze teilen, Dank als Schatz, Licht als Schatz, Schatz für unterwegs und Schatz des Segens. Bischof Benno Elbs schloss den Tag mit einem gemeinsamen Impuls ab, bevor das gemeinsame Mahl den Tag abrundete. „Wir bekommen jeden Tag tausende Chancen, einander etwas Gutes zu tun. Ich möchte euch ermutigen, diese Chancen wahrzunehmen“, waren Bischof Bennos Abschiedsworte.

 

Gemeinsam unterwegs

 

„Wir hoffen, dass die Lehrlinge etwas von diesem Tag mit in ihren Alltag nehmen konnten – vielleicht einen Gedanken, einen Satz, ein Symbol oder einfach das gute Gefühl, nicht allein unterwegs zu sein“, so Mona Pexa von der Jungen Kirche Vorarlberg.

Aus der KirchenBlatt-Ausgabe Nr. 27  vom 9. Juli 2026. 

 

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Veröffentlicht am 15.06.2026
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