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Veronika Fehle / KKV
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Versteh einer die Kirche

Eine Kirche ist doch auch „nur“ ein Raum, oder? Ja, aber eigentlich nein, müsste die Antwort lauten. Warum das so ist, das erfährt man aktuell beim Kirchenraumpädagogik-Lehrgang 2026. 

von Veronika Fehle

 

Es ist ein sonniger Frühlingsmorgen, an dem sich die 16  Frauen und Männer am Liebfrauenberg in Rankweil treffen. Sie sind der Kirchenraumpädagogik-Jahrgang 2026 und sie entdecken und erschließen sich heute eine der prominentesten Kirchen des Landes: die Basilika in Rankweil. 
Entdecken und erschließen? Ja, ist denn das notwendig? Was eine Kirche ist und kann ist doch bekannt! Na, so ist es eben nicht mehr. Längst sind die Orte und Symbole, die sich in einem Kirchenraum finden lassen, nicht mehr allen verständlich. Lange nicht mehr versteht es jede und jeder, einen sakralen Raum zu „lesen“. 

 

Bedürfnis erkannt

Der Kirchenraumpädagogik-Lehrgang ist hier eine Antwort auf den zunehmenden „christlichen Analphabetismus“, der Kirchenräume und ihre Funktionen nicht selten zu einem Buch mit sieben Siegeln werden lässt. 
Das haben viele Engagierte aus den Pfarren schon länger beobachtet, das haben aber auch Fremdenführerinnen und Fremdenführer bemerkt. Oft „vervollständigen“ sie mit dem Kirchenraumpädagogik-Lehrgang ihr Portfolio. 

 

Der Gesamte Bodenseeraum

So ist auch der aktuelle Lehrgang eine bunte Mischung aus Engagierten, Kunst- und Kulturinteressierten, ehrenamtlich und hauptberuflich Tätigen. Und zwar aus dem gesamten Bodenseeraum – von der Ostschweiz bis nach Süddeutschland. 
Warum das? Weil Othmar Lässer, seines Zeichens Kunstkonservator der Katholischen Kirche Vorarlberg, 2013 einer der ersten war, der sich dieses Thema zur Brust genommen und den ersten Lehrgang in Vorarlberg gestartet hat.  
Um die 100 Kirchenraumpädagog:innen wurden über die Jahre hinweg bereits in Vorarlberg ausgebildet. In vielen Vorarlberger Pfarren sind die Kirchenführungen fixer Bestandteil des Kirchensommers geworden – mit wachsender Beliebtheit. 

 

Was erzählt der Raum?

Nun aber zurück zur Exkursion nach Rankweil. Gewohnt souverän-unterhaltsam von Martin Salzmann, Mesner am Liebfrauenberg, geführt, beginnen die Kirchenraumpädagog:innen in spe sofort den Raum zu analysieren. Sie suchen nach Blickachsen, nach architektonisch geleiteten Raumkonzepten, die den wichtigen Orten und Handlungen während eines Gottesdienstes auch rein äußerlich Gewicht verschaffen. All das haben sie sich bereits in den vorhergegangenen Lehrgangseinheiten angeeignet. 
An diesem Samstag geht es nun um die liturgischen Gerätschaften, die während eines Gottesdienstes zum Einsatz kommen. Da erfährt man zum Beispiel, dass der „Knopf“ (genannt „nodus“) bei alten Kelchen eben nicht einfach nur Optik und Design war, sondern durchaus eine Funktion hatte. Nachdem der Priester nämlich die gewandelte Hostie berührt hatte, durfte er mit Zeigefinger und Daumen nichts anderes mehr berühren. Der „nodus“ war also – bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil – so etwas wie eine „Griffvorrichtung“, an der der Kelch leichter zu fassen war. 

 

Der Diakon trägt Tunika

Und auch die Messgewänder, die heute wie aus der Zeit entrückt wirken, geben bei näherer Betrachtung ihr Geheimnis preis. „Die ersten Gottesdienste wurden im kleinen Kreis, oft auch in privaten Räumen, gefeiert. Damals trugen die Menschen römische Kleidung. In den Messgewändern sind diese römischen Gewänder erhalten geblieben“, erklärt Othmar Lässer, warum  beispielsweise das Gewand des Diakons eigentlich ja auch eine römische Tunika ist, der „Rauchmantel“ des Priesters ein Regenmantel und das Manipel ursprünglich ein römisches Schweißband. Unglaublich, was sich hier über die Jahrtausende an Glaubensgeschichte bis in die Gegenwart gerettet hat. 

 

Bodensatz der Geschichte

Genau das ist auch der Grund, warum Angebote wie der Kirchenraumpädagogik-Lehrgang immer wichtiger werden. Was vor 20 Jahren noch jedem einleuchtete, ist heute unverständlich. Nicht, weil sich die Symbole und Zeichen verändert hätten, nein, sondern weil sich die Gesellschaft gewandelt hat.
Der Kirchenraumpädagogik-Lehrgang bildet sozusagen Dolmetscher:innen aus, die die Brücke zwischen Gesellschaft und Glaubenswelt spannen. Nicht unwesentliche Hilfe finden sie dabei auch in der Diözesanbibliothek in Altenstadt, wo sie sich für ihre Abschlussarbeiten mit „Material“ eindecken.
Kirchen sind besondere Räume. Es sind Räume mit Funktion und Geschichte. Aber keine Sorge, wenn sich beim nächsten Kirchenbesuch nicht alle Orte und Zeichen im Kirchenraum erschließen: Der nächste Kirchenraumpädagogik-Lehrgang kommt bestimmt!

 

Kirchenräume „lesen“ sich nicht von selbst. Die Kirchenraumpädagogik bildet deshalb Raum-„Dolmetscher:innen“ aus.   KKV/Fehle

 

 

 

Lehrgang

Kirchenraumpädagogik

 

Referent:innen
Dr. Markus Hofer, Petra Raid, MMag. Othmar Lässer, DI Markus Fulterer, Dr. in Julia Kopf, Mag. Michael Fliri, Martin Salzmann, MMag. Manfred Fink

 

Module
Kirchenraum & Theologie, Recherche & Restaurierungsfragen, Liturgische Orte, 
Methodik, Planung & Präsentation, Liturgische Geräte, Präsentation & Ikonographie

 

Info und Kontakt
Email: othmar.laesser@kath-kirche-vorarlberg.at

Veronika Fehle / KKV
Veronika Fehle / KKV
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Von Cornelia Engler
Veröffentlicht am 17.03.2026
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