
Von Rosa Andrea Martin
„Die Frage war schon sehr früh da, ich habe sie lange verdrängt“, sagt Ratz. Entscheidend für sein Ja sei die Einsicht gewesen: „dass die Kirche aus der Eucharistie lebt und ich so meinen Beitrag dazu leisten kann.“ Dieses Verständnis prägt sein priesterliches Selbstbild bis heute.
Zentral seien für ihn Begegnungen, in denen Menschen berührt werden: „Immer dann, wenn ich erlebe, dass Menschen tief berührt werden, sei es durch Gottes Wort, Sakramente oder Begegnungen.“
Als Dekan erlebt Ratz Vielfalt und wachsende Anforderungen. „Zu den größten Herausforderungen zählen das Finden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch die Orientierung am Maßstab Jesu.“ Zugleich öffne das Amt den Blick über die eigenen Pfarren hinaus.
Hoffnung sieht er in kleinen, echten Aufbrüchen: „Sie entstehen dort, wo sich Menschen vom Heiligen Geist zusammengeführt wissen und für andere etwas tun wollen.“ Beispiele seien Sakramentenvorbereitung, Sternsingeraktion, Gesprächsangebote und Glaubenskurse. Sein Rückblick bündelt sich im Primizspruch: „Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben!" (Mt 10,8)