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KKV / Rosa Andrea Martin
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Jedem Menschen eine Türe öffnen

Als Pater Makary Warmuz OFM am 24. Mai 2001 in seiner Heimatstadt Posen zum Priester geweiht wurde, ahnte er nicht, wohin ihn sein Weg führen würde.

Von Rosa Andrea Martin 

 

Heute blickt der Franziskaner auf 25 Jahre Priestertum zurück – und auf mehr als zwei Jahrzehnte seelsorgliches Wirken in Vorarlberg. Seit August 2025 lebt er im Franziskanerkloster in Dornbirn, zuvor war er 23 Jahre lang in Bludenz tätig.


Ein Hinweis Gottes


Die Wurzeln seiner Berufung reichen in seine Jugend zurück. In der Bibliothek seiner Mutter entdeckte er die Bibel und die „Blumen des heiligen Franziskus“. „Das war für mich ein Hinweis Gottes“, erzählt er rückblickend. Nach der Matura trat er in den Franziskanerorden ein und studierte Philosophie und Theologie in Posen.
Eigentlich hatte er mit einem kontemplativen Leben in Polen gerechnet. Doch nach seiner Priesterweihe erhielt er den Auftrag, nach Österreich zu gehen. „Ich habe nie gedacht, dass ich ins Ausland gehe“, sagt er. Als er 2002 in Bludenz ankam, wurde er gleich „ins kalte Wasser geworfen“: Bereits am ersten Wochenende hielt er eine Predigt – vor einer voll besetzten Kirche.


DEN Menschen Nahe sein


In den folgenden Jahren war Pater Makary weit über Bludenz hinaus im Einsatz. Als Krankenhausseelsorger begleitete er mehr als 20 Jahre lang Menschen in Krankheit, Krisen und Sterben. Dabei war ihm stets wichtig, niemanden auszuschließen: „Ich habe jede Tür geöffnet und bin zu allen gegangen“, erzählt er. Auf diese Weise entstanden Gespräche mit Gläubigen ebenso wie mit Atheisten, Menschen anderer Religionen oder Patient:innen aus vielen Nationen. Neben dem Krankenhausdienst war er als Beichtseelsorger, Priester in vielen Pfarren, Gesprächspartner und Begleiter in Altenheimen tätig. Viele Jahre wirkte er als Guardian des Franziskanerklosters Bludenz, engagierte sich in der Kolpingfamilie und im Pfarrgemeinderat.


Berufung braucht Zeit


Immer wieder wenden sich junge Menschen an ihn, die über ein Leben im Orden nachdenken. Seine wichtigste Empfehlung lautet, nichts zu überstürzen. „Berufung ist ein Prozess“, sagt er. Entscheidend sei, auf die innere Stimme zu hören, zu beten und sich begleiten zu lassen. Seine eigene Erfahrung habe ihm gezeigt, dass Gottes Wege oft anders verlaufen als die eigenen Pläne.

Aus der KirchenBlatt-Ausgabe Nr. 25  vom 25. Juni 2026. 

 

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Veröffentlicht am 15.06.2026
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