Aus der KirchenBlatt-Ausgabe Nr. 33 vom 10. September 2026.
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von Joachim Schwald
Das Jahr 1926 markiert die Geburtsstunde des Titels „Gotteslob“ in Vorarlberg, als für die neu errichtete Apostolische Administratur Innsbruck-Feldkirch das erste Diözesangesangbuch mit diesem Namen herausgegeben wurde. Es ist dies das früheste Buch im deutschen Sprachraum mit diesem Titel und gilt als Pionier der Liturgischen Bewegung, da das Buch früh Ideender Liturgischen Bewegung umsetzte, um Gläubigen die lateinische Messe durch Gesang in der Volkssprache näherzubringen. Jahrzehnte später wurde der Name für das länderübergreifende Einheitsgesangbuchvon 1975 und die aktuelle Auflage von 2013 übernommen.
Mit der vierteiligen Veranstaltungsreihe „Glaube klingt – 100 Jahre Gotteslob in Vorarlberg“ feiert die Katholische Kirche Vorarlberg das runde Jubiläum dieses Gesang und Gebetbuchs. Den Auftakt bildet das Singen in kleinen Gruppen am Donnerstag, 17. September, von 19 bis 21.30 Uhr in der Kirche des Dominikanerinnenklosters Altenstadt. Unter dem Titel „Kleine Runde– großer Klang“ stellt Pfarrer Armin Fleisch Möglichkeiten vor, wie mehrstimmige Gesänge aus Gotteslob und Gemeindeliederbuch rasch (auswendig) gelernt werden können. Am Freitag, 18. September, widmet sich Dipl. theol. Andrea Ackermann aus Grazin der Bibliothek der Diözese Feldkirch in Altenstadt von 18 bis 19 Uhr der Geschichte des Gotteslobes. Dabei werden Aspekte seiner Entstehungsgeschichte, seines Inhalts und seines Nachwirkens beleuchtet.
An gleicher Stelle kann am Dienstag, 22. September, von 19 bis 21.30 Uhr ein Mitsing-Vortrag mit Evelyn Fink-Mennel erlebt werden. Die Musikerin wandert an diesem Abend auf den Spuren von Maria Bösch Fussenegger (1923-2005). Die Lustenauerin war die erste Frau aus Vorarlberg, die in den 1940er Jahren eine kirchenmusikalische Ausbildung in Regensburg absolvierte. Fink-Mennel berichtet über die erstaunliche Pionierarbeit dieser Musikerin, Pädagogin und Komponistin, welche die Ideender liturgischen Erneuerungsbewegung über das Singen in die Vorarlberger Gemeinden brachte. Aus ihrem reichen musikalischen Nachlass an weltlichen und liturgischen Kompositionen werden Kostproben aufgelegt und gesungen, darunter auch Beispiele ihrer unzähligen vokalpädagogischen Stimmbildungskanons.
Unter dem Titel „Lob Gottes – Gottes Lob“ schließt die Jubiläumsreihe am Dienstag, 24. November, mit einer musikalischen Buchpräsentation in der Pfarrkirche Feldkirch-Levis (18.30 bis 19.30 Uhr). Im neuen Sammelband der Schriftenreihe des Archivs der Diözese Feldkirch wird ein Streifzug und Überblick über die Kirchenmusik in Vorarlberg geboten. Neben zahlreichen anderen Themen steht ein Blick auf die Wurzeln unserer heutigen kirchenmusikalischen Tradition im Zentrum, die im 19. Jahrhundert zu finden sind und sich auch im Gemeindegesangbuch „Gotteslob“ niederschlagen. Eine entsprechende musikalische Umrahmung darf dabei natürlich nicht fehlen.
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