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Trauer teilen, Hoffnung finden

Im Rahmen vom „Tag der Kirchenentwicklung“ werden spannende Workshops angeboten. Zwei Referentinnen, Nora Bösch und Karin Ebner von der Trauerpastoral, geben einen Einblick in ihre Begegnungen mit Trauernden. 

Von Ingmar Jochum

 

Der „Tag der Kirchenentwicklung“ in St. Arbogast steht heuer unter dem Motto „Trauer teilen – Hoffnung finden“. Zwei der als Workshopleiterinnen sind Fachleiterin Nora Bösch und Karin Ebner vom Fachreferat Trauerpastoral, Begräbnisleitung. Im Interview beschreiben die beiden ihre Arbeit in der Diözese und was sich die Kursteilnehmer:innen erwarten dürfen. Nora Bösch: "An diesem Tag möchten wir uns damit befassen, wie wir als Haupt- und Ehrenamtliche der Pfarren Menschen gut begleiten können, die von Krankheit, Sterben und Trauer betroffen sind. In den drei Impulsreferaten am Vormittag geht es um die Begleitung in der Krankheit, würdevolle liturgische Formen des Abschieds und die Begleitung trauernder Menschen. Am Nachmittag haben die Teilnehmer:innen die Möglichkeit, aus sieben verschiedenen Workshops auszuwählen. Und natürlich kommt auch der Austausch untereinander nicht zu kurz. Außerdem gibt es auch einen kleinen „Marktplatz“ mit verschiedenen Infos, Büchern und Behelfen für Menschen, die in dieser Aufgabe tätig sind."

 

Frau Bösch, ihr Workshop trägt den Titel „Totenwache und öffentliches Abschiednehmen – die Trauer gemeinsam tragen“. Können Sie kurz schildern, worüber Sie sprechen werden?
Nora Bösch: Vor allem in den städtischen Bereichen werden immer seltener Totenwachen gefeiert. An ihre Stelle tritt oft die Möglichkeit des öffentlichen Abschiednehmens. Ich möchte in diesem Workshop mit den Teilnehmer:innen ins Gespräch kommen, wie wir in beiden Formen  für den Verstorbenen beten und Menschen beim Abschiednehmen gut begleiten können.

 

Frau Ebner, Sie stellen den Trauerbesuchsdienst in den Pfarren vor. Wie laufen diese Besuche ab, und was können die Pfarren tun, um Menschen zu unterstützen? 
Karin Ebner: Der Besuch bei Trauernden erfordert viel Sensibilität. Jeder Mensch trauert anders. Mir ist es wichtig, diese Sensibilität zu schärfen, Informationen zu geben, worauf in der Trauerbegleitung geachtet werden soll und was hilfreich sein kann in den Trauerbegegnungen. Auch für Austausch und persönliche Erfahrungen ist Raum. 

 

An wen richtet sich dieser Tag?
Nora Bösch: Eingeladen sind Priester, Diakone, Ordensleute, hauptamtliche Seelsorger:innen, alle ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen für Totenwachen, Besuchsdienste, Heimseelsorge und Caritas und alle Interessierten im Bereich Krankheit, Tod und Trauer. 


Trauernde Menschen zu begleiten, ist eine herausfordernde Aufgabe. Gibt es spezielle Ausbildungen oder Qualifikationen, die dabei helfen können, Beistand zu leisten?
Karin Ebner: Ja, die gibt es. Immer wieder werden Seminare und Kurse angeboten (auch hier im Ländle), die zur Trauerbegleitung befähigen. Auch in meiner Tätigkeit im Bereich Krankheit, Tod und Trauer coache ich gerne diejenigen, die in den Pfarren und Heimen mit Trauernden in Kontakt kommen. Es ist wichtig, dass Menschen in dieser herausfordernden Tätigkeit die Sicherheit haben, Hilfe zu bekommen, sollten Trauerbegegnungen irritierend oder überfordernd sein.

 

Wie gehen Sie persönlich damit um, fast täglich mit Sterben und Trauer konfrontiert zu sein?
Nora Bösch: Für mich ist die Begegnung mit Sterben und Trauer etwas ganz Besonderes. Das Leben konzentriert sich hier auf Wesentliches. Die Hoffnungen und Träume, das Leid und das Glück sind hier ganzverdichtet da. Und ganz oft spüre ich Ehrfurcht und Staunen darüber, wie Menschen ihr Leben mit allen Herausforderungen gemeistert haben.

 

Welche Rolle spielt in diesem Kontext der Glaube?
Nora Bösch: Als Christen glauben wir an die Auferstehung. Diese Hoffnung sollte in jeder unserer Begegnungen mitschwingen. 

 

Viele Menschen entfernen sich zunehmend von Religion oder Glauben. Wie kann man sie trotzdem erreichen und Trost spenden?
Karin Ebner:  Trauer kann jeden Menschen betreffen, sie fragt nicht nach Religionszugehörigkeit und Glaubenstiefe. Ebenso ist es beim Trost. Einfühlsame Begleitung, in der Würde und Achtsamkeit erfahrbar werden, kann jedem Menschen gut tun – ob gläubig oder nicht. Trauerbegleitung nimmt in erster Linie den Menschen in seinem Fühlen und in seinen Bedürfnissen wahr und ernst. Auf dieser Ebene des Menschseins geschieht Begegnung. Und wenn diese gelingt, kann das trostreich sein.

 

Gab es einen Moment oder eine Begegnung, die Ihren Weg besonders geprägt hat?
Nora Bösch: Meine Großmutter ist schon vor vielen Jahren hochbetagt gestorben. Beim Begräbnis spürte ich trotz der Trauer um sie eine ganz große innere Gewissheit, dass sie in ein neues Leben gegangen ist. 

 

Gibt es religiöse Bilder oder Rituale, die für trauernde Menschen besonders hilfreich sind?
Karin Ebner: In Trauerbegegnungen mache ich die Erfahrung, dass die Betroffenen oft selber Bilder einbringen, die ihnen Trost spenden. Beispielsweise der Gedanke, dass es eines Tages ein Wiedersehen geben wird. Oder dass der/die Verstorbene jetzt an einem guten Platz ist. Solche Bilder greife ich dann gerne auf und knüpfe dort an, denn es ist ihre Sprache und Erfahrungswelt. So können sie mit ihren Bildern den Weg der Trauer weitergehen. Auch Rituale, wie Verabschiedungen am Totenbett oder kleine Gesten beim Grabbesuch, können helfen, die Wirklichkeit der neuen Realität einzuordnen, zu benennen und zu würdigen. Rituale sind oft hilfreich für einen nächsten Schritt auf dem Trauerweg.

 

Kann man einen Weg aus der Trauer aufzeigen, oder beschränkt sich die Aufgabe eher darauf, Trost zu spenden?
Karin Ebner: In der Trauerbegleitung kann man durchaus aufzeigen, dass Trauer ein Weg ist, der seine je individuelle Zeitspanne braucht. Die Aufgabe, um die es in erster Linie geht ist, diesen Weg zu begleiten, mit einem offenen Ohr und Herzen da zu sein. Der/die Betroffene muss in der Trauerbegleitung nichts leisten. Er/sie bekommt hier Raum, um mit seiner/ihrer Trauer sein zu dürfen. Daraus ergibt sich dann der Weg. Trost kann nicht gemacht werden, er kann nicht angeboten werden. Trost stellt sich ein, wenn ein leidendes Herz erfährt, dass es so sein darf, wie es ist und dabei angenommen und respektiert wird.

 

Wie kann aus Trauer heraus Hoffnung entstehen, ohne den Schmerz zu verdrängen?
Karin Ebner: Wenn Trauer gelebt und durchlebt wird, kann sich Hoffnung an ihre Seite stellen. Das Wesen der Hoffnung ist meines Erachtens ein Ernstnehmen des Leides, das gerade da ist und dennoch nicht zu verzweifeln, weil es da noch etwas gibt, das größer ist als dieses Leid. In der Trauer bedeutet das, dass der Verlust nicht kleingeredet und sein Schmerz zugelassen wird. Dennoch sind da auch ein Licht, eine Kraft, eine Zuversicht, die es möglich machen, sich dem Leben zuzuwenden. Leonard Cohen drückt es in seinem Lied „Anthem“ so aus: „There’s a crack in everything. That’s how the light gets in.“ Übersetzt kann man sagen: „In allem ist ein Riss. So kommt das Licht herein.“ 

 

Mehr Informationen zu Krankheit, Tod und Trauer
 

Tag der Kirchenentwicklung

Samstag, 7. März 2026 im Bildungshaus St. Arbogast

 

Programm


9 Uhr

Beginn der Tagung


9:30–12:45 Uhr

3 Impulsreferate:

„Von der Diagnose zum Dasein – Wege durch Krankheit, Leben und Abschied(e)“: Dr. Simone Bösch
„Die gottesdienstlichen Stationen des christlichen Begräbnisses als Trauerbegleitung“: Dr. Alexander Saberschinsky
„Trauer und jetzt? – Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Zeiten des Abschied-Nehmens“: Irene Christof u. Mag. Sabine Mangeng

 

14:14 Uhr

7 Workshops zur Auswahl in zwei Durchgängen


16:30 Uhr

Talkrunde mit den Workshopleiter:innen


Workshops:
1. „Im Schatten der Krankheit das Leben sehen. Herausforderungen und Chancen in (m)einem Lebensbogen zwischen Hoffnung und Abschied“ mit Simone Bösch
2. „Tote bestatten, mit 
Trauernden feiern“ mit Alexander Saberschinsky
3. „Mit dem Unfassbaren leben – Wenn der Tod mitten ins Leben kommt“ mit Bischof Benno Elbs
4. „Trauergottesdienste als pastorale Chance“ mit Generalvikar Hubert Lenz
5. „Totenwache und öffentliches Abschiednehmen – die Trauer gemeinsam tragen.“ mit Nora Bösch
6. „Ich besuche dich – Trauerbesuchsdienst in der Pfarrgemeinde“ mit Karin Ebner
7. „Trauer und jetzt? – Begleitung in Zeiten des Abschied-Nehmens“ mit Irene Christof und Sabine Mangeng

 

Anmeldung bis 20. Februar unter anmeldung@kath-kirche-vorarlberg.at

 

Dr. Nora Bösch

nora.boesch@kath-kirche-vorarlberg.at

Karin Ebner

karin.ebner@kath-kirche-vorarlberg.at
 

Aus der KirchenBlatt-Ausgabe Nr. 5/6 vom 5./12. Februar 2026. 

 

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Veröffentlicht am 06.02.2026
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