
Von Petra Baur
Der europaweit anerkannte Psychotherapeut Alfried Längle gab dazu wichtige Impulse. Dass das Thema die Menschen bewegt, zeigte der bis auf den letzten Platz ausgebuchte WirkRaum in Dornbirn.
In einer Zeit, die geprägt ist von Hektik und Oberflächlichkeit, wird die Suche nach Sinn und Erfüllung zu einer Herausforderung. Denn Sinn ist keine vorgegebene Größe, sondern muss in jeder Situation neu gefunden werden. Dafür braucht es eine Offenheit nach außen und sich selbst gegenüber. So beschrieb der gebürtige Götzner Alfried Längle, Pionier der Existenzanalyse, die Grundhaltung der Sinnfindung. Tröstlich ist, dass es in jeder Situation Dutzende Handlungsmöglichkeiten gibt. Wir haben die Freiheit, diese unterschiedlichen Wege zu gehen. Es gilt zu erkennen was die wertvollste Möglichkeit in der jeweiligen Situation ist. Solange ich empfinde, was gut ist, ist es sinnvoll. Auch die Religion kann dabei eine wichtige Rolle spielen. Religion ist Erklärung, was der Sinn des Lebens sein könnte. Ganz generell gilt, sich immer wieder zu fragen: Was will die Situation von mir? Denn an mir liegt es, die Antwort, den Sinn zu geben.