Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Vorarlberger KirchenBlatt
Hauptmenü:
  • Informationen
    • Abo-Service
      • Kombi_Abo
      • Print_Abo
      • Digital_Abo
      • Geschenk_Abo
      • Leser werben Leser_Abo
      • Schnupper_Abo
      • Gratis_Abo
      • Fasten_Abo
    • KirchenBlatt digital
    • KirchenBlatt Reisen
    • Für Werbekunden
    • Archiv
      • KirchenBlatt-2025
      • KirchenBlatt-2024
      • KirchenBlatt-2023
  • Digitalausgabe
  • Kalender
  • Personen
  • Kontakt
Menü
  • Informationen
    • Abo-Service
      • Kombi_Abo
      • Print_Abo
      • Digital_Abo
      • Geschenk_Abo
      • Leser werben Leser_Abo
      • Schnupper_Abo
      • Gratis_Abo
      • Fasten_Abo
    • KirchenBlatt digital
    • KirchenBlatt Reisen
    • Für Werbekunden
    • Archiv
      • KirchenBlatt-2025
      • KirchenBlatt-2024
      • KirchenBlatt-2023
  • Digitalausgabe
  • Kalender
  • Personen
  • Kontakt
Inhalt:
rufre@lenz-nenning.at
  • Vorarlberger Kirchenblatt (617)
  • Aktuelles

Ein Jahr für Gott

Die 27-jährige Johanna Steiner aus Rottenburg am Neckar hat direkt nach ihrem Lehramtsstudium ein „Freiwilliges Ordensjahr“ im Kloster Mariastern-Gwiggen gemacht. Wie sie diese Zeit erlebt hat, lesen Sie hier.

Von Sr. M. Anastasia Franz

 

Nach ihrem Lehramtsstudium mit den Fächern Biologie und Chemie wollte Johanna Steiner eine Auszeit machen und der Sehnsucht, das Ordensleben aus nächster Nähe kennenzulernen, Raum geben. Als Studentin hatte sie bereits im Kloster Mariastern mitgearbeitet und dort ihre Masterarbeit geschrieben. Um die gemachten Erfahrungen zu vertiefen, entschloss sie sich zum „Freiwilligen Ordensjahr“: Sie lebte mit den Schwestern, nahm an Gebetszeiten, am Arbeits- und am Gemeinschaftsleben teil. Eine Schwester begleitete sie in Gesprächen. Als Ergänzung fuhr Johanna alle drei Monate zu Treffen mit Gleichgesinnten, die ebenfalls das Ordensjahr absolvierten. „Der Austausch war sehr spannend. Alle waren plötzlich mit ganz anderen Dingen konfrontiert als im normalen Alltag“, erzählt sie. Auf dem Programm stand jeweils ein Thema, das gemeinsam bearbeitet wurde: z. B. die Unterscheidung der Geister nach Ignatius von Loyola, die Mission oder das Gebet.

 

Übergang mit Geduld

Besonders zu Beginn brauchte die Freiwillige Geduld und Zeit für den Übergang vom Studentenleben in den Klosteralltag, denn obwohl sie eine Vorstellung vom Klosterleben hatte, „war es trotzdem eine ganz neue Erfahrung, dies am eigenen Leib zu erleben“, sagt sie. Und weiter: „Am Anfang ist es sehr wichtig, dass man grundsätzlich nicht versucht, gleich das volle Programm mitzumachen, sonst verliert man ganz schnell die Freude an diesem Leben.“ Für sie bedeutete das, später aufzustehen und auch tagsüber nicht alle Gebetszeiten mitzumachen. In den Klosteralltag hineinzukommen, braucht Zeit. Eine Hilfe war der wöchentliche freie Tag, den sie durch Ausflüge in die Umgebung und Zeit für sich gestaltete. So gelang das Hineinwachsen im Laufe des Jahres schrittweise. Neben dem frühen Tagesbeginn war das Schweigen eine weitere Herausforderung: In einer kontemplativen Gemeinschaft gibt es feste Zeiten zum Reden – abgesehen von den nötigen Arbeitsabsprachen, „aber sonst, auf den Gängen und während der Arbeit schweigt man.“

 

 

Johanna Steiner hat im Zuge ihres freiwilligen Ordensjahres viel über sich selbst gelernt.

 

 

Gott näher kommen

Ob ihr im Laufe der Monate das Schweigen leichter gefallen ist? „Ja, man gewöhnt sich schon an viel und man lernt es zu schätzen“, erläutert sie. Hilfreich war für Steiner, den Grund für das Schweigen zu verstehen: „Wir tun das nicht, um möglichst asketisch zu leben oder ein hartes Büßerleben zu führen, sondern um Gott näher zu kommen.“ Es gehe darum, die leise Stimme Gottes zu hören und zu jeder Zeit mit Gott zu gehen. Das erfordert diesen geschützten Rahmen und diese Zurückgezogenheit.

 

Die Biologin war nicht nur in der Freizeit in der Natur: Neben Aufgaben im Haushalt übernahm sie die Produktion der Kräuterprodukte von der verstorbenen Mutter Hildegard. Nach der Einarbeitung entwickelte sie ein Konzept zur Herstellung und zum Verkauf der Produkte. Einmal wöchentlich stand sie im Klosterladen und arbeitete in der Sommersaison im Garten. Auch musikalisch brachte sie sich ein: etwa durch die Liedbegleitung mit der Gitarre, das Querflötenspiel oder das Mitsingen in der Schola.

 

Resümee

Johanna zieht eine klare Bilanz: In diesem Jahr hat sie ihre Gottesbeziehung vertieft, neue Erkenntnisse über den Glauben gewonnen und andere Gebetsformen kennengelernt. Neue Freundschaften bereichern nun ihr Leben. An sich selbst durfte sie neue Seiten entdecken und hat ins Ordensleben einen guten Einblick gewonnen: „Wenn Leute zum Klosterleben Fragen haben oder mit ihren Klischees kommen, kann ich jetzt, glaube ich, mitreden“, sagt sie. Ihre Erfahrung blieb nicht folgenlos: Die Sehnsucht nach diesem Leben hat sie mit der Zeit noch stärker gespürt und wollte herausfinden, was Gott mit ihr vorhat: „Deswegen habe ich mich entschieden, in die Kandidatur einzutreten“, verrät sie.

 

 


 

Info

 

Das Freiwillige Ordensjahr - ein Angebot der Österreichischen Bischofskonferenz
• 3 bis 12 Monate in einer Klostergemeinschaft mitleben
• Begleitung durch ein Ordensmitglied
• Raum haben für die eigenen Lebens- und Glaubensfragen
• Regelmäßige Treffen mit anderen Absolvent:innen


Weitere Infos: Freiwilliges Ordensjahr Österreich (@ordensjahr.at) • Instagram-Fotos und -Videos
Anmeldung: Sr. Anne Buchholz MC, Koordinatorin für das Freiwillige Ordensjahr, E ordensjahr@kardinal-könig-haus.at bzw. T 0676 3637136

 

Aus der KirchenBlatt-Ausgabe Nr. 15 vom 16. April 2026. 

 

Noch kein Abo? Dann gleich eines bestellen

Zum Login der Digital-Ausgabe
Veröffentlicht am 20.04.2026
Drucken Teilen

Inhalt teilen

Bitte wählen Sie, auf welche Weise Sie die Seite teilen möchten.

Ein Jahr für Gott

Die 27-jährige Johanna Steiner aus Rottenburg am Neckar hat direkt nach ihrem Lehramtsstudium ein „Freiwilliges...
Mehr lesen

Gottes Wege zum Menschen

3. Sonntag der Osterzeit, Lesejahr A – 19. April 2026
Mehr lesen

Nachfolge leben

2. Sonntag der Osterzeit – Weißer Sonntag, Lesejahr A – 12. April 2026
Mehr lesen

Auferstehungsglaube

Hochfest der Auferstehung des Herrn – Ostersonntag, Lesejahr A – 5. April 2026
Mehr lesen
Du bist hier
  • Vorarlberger Kirchenblatt (617)
  • Aktuelles

Sie haben Fragen, Ideen, Rückmeldungen?

 

Kontaktieren

Sie uns!

 

kirchenblatt@kath-kirche-vorarlberg.at

Unser Büro

Bahnhofstraße 13

6800 Feldkirch

T +43 5522 3485-101

F +43 5522 3485-5
kirchenblatt@kath-kirche-vorarlberg.at

 

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag von 9 bis 11 Uhr

Freitag von 9 bis 12 Uhr

  • Impressum
  • Datenschutz
Anmelden