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Martin Werlen
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Ausländerinnen und Ausländer, willkommen in unserer Mitte!

Wie die Adventszeit und wie Weihnachten heute selbstverständlich gefeiert werden, treibt mich manchmal ganz gehörig an die Decke. So ergeht es nicht nur mir. Der Jesuit Alfred Delp – wie Carl Lampert von den Nationalsozialisten hingerichtet – bezeichnete die Adventszeit als eine Zeit der Erschütterung. Das zeigt sich auch in einer der biblischen Hauptgestalten: Johannes der Täufer. Der Theologe Ludwig Pritscher stellt sich manchmal vor, „ein Johannes der Täufer in Kamelhaar gewandet und mit wilden Heuschrecken im Beutel erschiene auf unseren Weihnachtsmärkten.“ In seinem Tagebuch schreibt der große Denker Fridolin Stier zum Weihnachtsfest: „Wenn’s der Teufel darauf angelegt hätte, dieses Fest zum Gespött zu machen, es wäre so, wie es ist, ein Meisterwerk.“ 

 

Leo Forte
P. Martin Werlen

Teil 4/4

Im Rahmen der KirchenBlatt-Serie teilt P. Martin Werlen seine Gedanken zum Advent. Der Schweizer Benediktiner war von 2001 bis 2013 Abt des Klosters Einsiedeln und ist seit August 2020 Propst in der Propstei St. Gerold.

 

Teil 1: Zeit der Erwartung

 

Teil 2: Ich verstehe nur Bahnhof

 

Teil 3: Und wenn ich mit der Zeit der Erwartung nichts anfangen kann?

Ein Wunder geschieht

Was machen wir aus der Adventszeit und dem Weihnachtsfest?! Wohlverstanden: Ich gönne allen ihre kleinen Freuden an diesen Tagen. Doch: Weihnachten ist nicht weniger – Weihnachten ist viel mehr. Weihnachten ist das Fest der Liebe Gottes zu jedem Menschen, ja zur ganzen Schöpfung. In der Menschwerdung Gottes leuchtet die Würde jedes Menschen auf. Gott ist mit uns! Immer, wenn wir das erfahren dürfen, horchen wir auf und staunen. Es geschieht ein Wunder. 

 

Ein Wunder? So mögen sich einige fragen. Gibt es Wunder? Dazu möchte ich Vaclav Havel zitieren, der im Jahre 1990 eine eindrückliche Ansprache gehalten hat. Als Staatspräsident konnte er Papst Johannes Paul II. in Prag begrüßen. „Ich weiss zwar nicht, was ein Wunder ist. Trotzdem wage ich zu sagen, dass ich in diesem Augenblick ein Wunder erlebe: ein Mann, der noch vor kurzem als Feind seines Staates verhaftet wurde, begrüßt heute als dessen Präsident den ersten Papst in der Geschichte der katholischen Kirche, der den Boden betrat, auf dem dieser Staat liegt.“ 

 

In der Heiligen Schrift ist viel von Wundern die Rede. Sie scheinen im Wort Gottes fast selbstverständlich zum Leben zu gehören. Ist das realistisch? Kann man heute noch von Wundern sprechen? Mindestens im Negativen scheinen wir davon überzeugt zu sein, dass man das kann. So sagen wir über einen Menschen: „Er wird noch sein Wunder erleben!“ Aber im Positiven? Und so sind die Wunder in der Bibel fast immer gemeint. 

Weihnachten ist das Fest der Liebe Gottes zu jedem Menschen, ja zur ganzen Schöpfung.
P. Martin Werlen

Visionär sein

Gibt es überhaupt Wunder? Jürgen Moltmann, der Theologe der Hoffnung, gibt darauf eine Antwort, die aufhorchen lässt: „Wer nicht auf Wunder hofft und sich nicht überraschen lässt, ist kein Realist.“ Realist ist also nicht der Mensch, der Wunder ausschließt, sondern derjenige, der auf Wunder hofft. Das bringt unsere Vorstellungen ziemlich durcheinander. Tatsächlich: Wer nicht auf Wunder hofft, müsste in vielen gegenwärtigen Situationen verzweifeln. Der große italienische Regisseur Federico Fellini formuliert es ähnlich: „Der einzig wahre Realist ist der Visionär.“

 

So hoffe ich auf Wunder in der Feier des Weihnachtsfestes. Es kann doch nicht sein, dass wir dieses große Geheimnis so klein halten! In der Propstei St. Gerold versuchen wir visionär zu sein. Wir feiern Weihnachten nicht wie jedes Jahr. Dann würden wir das Wesentlichste verpassen: Heute ist uns der Heiland geboren! Heute! Das hören und singen wir nicht nur, wir versuchen es zu leben. Das zeigt sich auch Jahr für Jahr in der immer neu gestalteten Krippe – in unsere Zeit gestellt. 

 

Es lohnt sich, die Krippe dieses Jahr einmal anders zu gestalten. Plötzlich geht uns ganz neu auf, was wir feiern. Wenn wir das ernstnehmen, werden viele aufhorchen. Wer zum Beispiel keine Ausländer in Österreich haben will, wird in der Krippe nur Esel, Schafe, Ochsen und Kamele vorfinden. Spätestens dann werden wir merken, dass Weihnachten mehr ist, als wir bisher gedacht haben. Selbstverständlich wollen wir die Menschen aus dem Judentum und auch die arabischen Personen bei der Krippe haben. Dann wird das Herz überraschend katholisch: Gott wird Mensch in dieser Welt, die die Krippe ist. Und wen erkenne ich da in seiner Würde? Den Syrer, die Türkin, den Afghanen, die Somalierin, den Venezolaner, die Ukrainerin. Jesus begegnet mir in den Menschen, mit denen zusammen ich in den Schwierigkeiten unserer Zeit den Weg suche, besonders in denen, die in meinen Augen gering sind – wie das jüdische Kind in der Krippe. Da wird es klar: Ausländerinnen und Ausländer, willkommen in unserer Mitte!

Gedanken

 

„Schaut nicht auf das, was euch trennt. Schaut auf das, was euch verbindet. Seid Menschen, seid vernünftig.“

 

Margot Friedländer (1921-2025)


„Für den Zusammenhalt der Gesellschaft ist es unerlässlich, dass jeder die Würde seines Mitmenschen respektiert mit der schlichten Einstellung: Der ist ein Mensch wie ich.“


Ulrich Neymeyr (*1957)

Veröffentlicht am 17.12.2025
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