
Das Wirken Jesu in seiner Heimat Galiläa beginnt im Matthäusevangelium mit der Bergpredigt. Für Jesus sind die Seligpreisungen besonders wichtig, sie stehen am Anfang der Predigt und geben die Richtung vor. Diese Sätze, die Jesus den Menschen seiner Zeit und uns zuspricht, sind Orientierung und Stärkung und machen deutlich, was Jesus unter einem gerechten Leben, einem Leben nach dem Willen Gottes versteht.
Es ist kein Zufall, dass die Seligpreisungen am Allerheiligentag vorgetragen werden. Denn Selige und Heilige haben sich an Jesu Leben und an seinen Worten orientiert. Sie hatten das Vertrauen (den Glauben), dass der Weg in der Nachfolge Jesu letztlich zu Gott führt. Und um Vertrauen geht es auch, wenn wir die Gräber unserer Verstorbenen besuchen und den Allerheiligentag feiern. Das ist einerseits ein Zeichen dafür, dass unsere Lieben auf Gott gehofft und an ihn geglaubt haben – auch wenn es vielleicht im Verborgenen geschah. Andererseits zeigt es unser eigenes Vertrauen, dass Gott sie und auch uns bei sich aufnimmt.
Ja selig sind jene, die arm sind, denn sie finden bei Gott ihre Wohnung. Sie sind zufriedene Menschen. Selig die Trauernden, sie wissen, Gott schenkt ihnen Trost. Glücklich sind die Gewaltlosen, sie werden reich beschenkt mit seinen Gaben. Freuen dürfen sich alle, die ein reines Herz haben, denn die Begegnung mit Gott wird sie erfüllen.
Der Autor und Liedermacher Gregor Linßen schreibt in einem seiner Gebete: „Herr, in deine Hände lege ich meine Angst, erlöse mich. Herr, in deine Hände lege ich dir mein Herz, erfülle mich.“
Sr. Petra Auzinger gehört dem Orden der
Kreuzschwestern an. Sie wirkt als Seelsorgerin am Klinikum Wels-Grieskirchen.
Kontakt: sonntag@koopredaktion.at

