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Petra Steinmair-Pösel
  • Vorarlberger Kirchenblatt (617)
  • Aktuelles

Aufeinander und gemeinsam auf Gott hören

Der Jahresbeginn ist die Zeit, in der sich Pastoralamtsleiterin Petra Steinmair-Pösel zum KirchenBlatt-Gespräch einfindet. Sie erläutert die Pläne der Diözese für die kommenden Monate.

Im Gespräch mit Ingmar Jochum

 

Frau Pastoralamtsleiterin, gerade ist das Heilige Jahr zu Ende gegangen. Wie haben Sie die vergangenen zwölf Monate unter diesem Aspekt erlebt?
Petra Steinmair-Pösel: Dass Papst Franziskus das vergangene Jahr unter das Motiv der Hoffnung gestellt bzw. uns alle dazu eingeladen hat, Pilger der Hoffnung zu sein, zeugt für mich vom großen Gespür, das der verstorbene Papst für gesellschaftliche Entwicklungen, für die Freuden und Sorgen der Menschen und die Bedürfnisse der Welt hatte. Das vergangene Jahr war in vielerlei Hinsicht kein einfaches Jahr: Die nicht enden wollenden Kriege, geopolitische Spannungen, die bleibende Bedrohung der Klimakrise, gesellschaftliche Polarisierungen etc. führen dazu, dass viele Menschen sorgenvoll in die Zukunft schauen. Da tun wir gut daran, uns in unserer Hoffnung stärken zu lassen. Hoffnung meint ja nicht einen naiven oder billigen Optimismus, sondern, wie Václav Havel einmal sinngemäß formulierte: „Hoffnung ist die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“ In diesem Sinn meint es, als Pilger der Hoffnung unterwegs zu sein, also, sich an dem zu orientieren, von dem wir zutiefst spüren, dass es Sinn macht, auch wenn wir nicht sicher sind, ob unsere Bemühungen von Erfolg gekrönt sein werden. Vor diesem Hintergrund glaube ich – wie der ernannte Wiener Erzbischof Josef Grünwidl –, dass das Motto auch 2026 aktuell bleibt.

 

Das Jahr war aus Sicht der Katholischen Kirche sehr ereignisreich. Der Tod von Papst Franziskus und die Wahl von Leo XIV. waren historische Momente. Welche Hoffnungen verbinden Sie mit dem neuen Pontifikat?  
Steinmair-Pösel: Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer Fan von Papst Franziskus bin: Seine zugleich gesellschaftspolitisch brisanten und spirituell tiefgründigen Texte wie z.B. seine Umweltenzyklika „Laudato si“ oder seine Sozialenzyklika „Fratelli tutti“ oder auch sein Buch „Wage zu träumen“ haben mich tief berührt. Bei einer Privataudienz im Jänner 2024, bei der ich mit einer kleinen Gruppe von Christ:innen und Sozialist:innen dem körperlich bereits geschwächten Papst persönlich begegnen durfte, erlebte ich ihn als zugleich demütigen und wahrhaft großen Menschen: geistig wach, zugewandt, interessiert am Schicksal der Ärmsten, der Migrant:innen und Marginalisierten. 
Vor diesem Hintergrund freut es mich sehr, dass Papst Leo XIV. den Weg seines Vorgängers fortsetzt. In manchem vielleicht etwas vorsichtiger und diplomatischer, aber doch klar und bestimmt wichtige Elemente von dessen Pontifikat aufgreifend. Ich denke da natürlich an die entschiedene Fortsetzung des synodalen Prozesses, aber auch an klare Aussagen im Blick auf die ökosoziale Verantwortung oder die Kritik einer Art des Wirtschaftens, die nicht das Wohl der Menschen, sondern nur die Profite einiger weniger im Blick hat. 

 

Apropos Rom: Sie waren Ende Oktober beim Synodalen Treffen. Mit ein wenig Abstand was haben Sie von diesen Tagen mitgenommen? 
Steinmair-Pösel: Am beeindruckendsten für mich war es, die Kraft der Weltkirche zu spüren. Wahrzunehmen und zu erleben, dass hier tatsächlich ein weltweiter Reformprozess in Gange ist. Es war ermutigend zu hören, mit welchem Engagement und welcher Begeisterung Katholik:innen anderer Kontinente in diesem Kulturwandel unterwegs sind und welch erstaunliche Erfahrungen sie auf diesem Weg machen: Ich denke beispielsweise an eine asiatische Ordensfrau und Synodenteilnehmerin, die erzählte, wie sie gerade dabei sind, die asiatischen Bischöfe in Synodalität auszubilden, oder an den nordamerikanischen Priester, der berichtete, wie lebendig die von ihm begleitete Pfarrgemeinde wurde, als sie begonnen hatte, die Menschen wirklich nach ihrer Sicht zu fragen bzw. auf ihre Mitverantwortung zu setzen. 


Sie sind nun seit ein paar Monaten Pastoralamtsleiterin der Diözese Feldkirch. Wie sieht Ihr erstes Fazit aus?
Steinmair-Pösel: Ganz persönlich kann ich nach rund 100 Tagen sagen, dass mir die Arbeit große Freude bereitet: Ich darf mit so vielen engagierten Menschen zusammenarbeiten, die sich mit Herzblut für ihr jeweiliges Tätigkeitsfeld engagieren: in den Pfarrgemeinden, im Diözesanhaus, in unseren Bildungshäusern, in verschiedenen Einrichtungen in kirchlicher (Mit-)Trägerschaft wie z.B. dem Kriseninterventionsteam oder der Telefonseelsorge. Da wird so viel sinn- und wertvolle Arbeit geleistet. Oft denke ich, dass manches in der Öffentlichkeit viel zu wenig bekannt ist. Denn natürlich komme ich auch immer wieder mit Menschen in Kontakt, die schlechte Erfahrungen mit Vertreter:innen der Kirche gemacht haben und sich enttäuscht entfernt haben. Da freue ich mich, wenn es gelingt, neu Interesse zu wecken und die Ahnung, dass der christliche Glaube, das Vertrauen auf einen liebenden und begleitenden Gott etwas unheimlich Wertvolles für das eigene Leben, aber auch für die Gesellschaft sein kann.

 

Wie sehen Sie die Rolle der Frau in der Katholischen Kirche? Was würden Sie sich wünschen?
Steinmair-Pösel: Natürlich würde ich mir wünschen, dass wir hier schon einen Schritt weiter wären. Zugleich sehe ich, dass es global betrachtet, aber auch innerhalb Europas große Ungleichzeitigkeiten gibt im Blick auf das, was – auch gesellschaftlich – vorstellbar ist. Durch den synodalen Prozess sind wir hier inzwischen aber auf einem guten Weg. Und nicht zuletzt nutzen wir – gerade auch in Vorarlberg – zunehmend die Spielräume, die wir jetzt bereits haben: Frauen sind inzwischen ganz selbstverständlich als Seelsorger:innen und Gemeindeleiter:innen tätig, stehen Wortgottesfeiern und Beerdigungen vor und begleiten so – gemeinsam mit den Priestern und ihren männlichen Kollegen – Menschen auf ihrem Glaubensweg.  

 

Wie kann es der Diözese gelingen, die Menschen, die sich von der Kirche entfernt haben, wieder vermehrt zu erreichen?
Steinmair-Pösel: Ich glaube, wichtig sind persönliche Begegnungen: Dass diese Menschen mit glaubhaften Christ:innen in Kontakt kommen, die sich bemühen, in der Spur Jesu zu leben. Das heißt zum Beispiel, sich wirklich für das Wohl der anderen zu interessieren und zu engagieren. Und da sind wir alle gefragt – nicht nur die Mitarbeiter:innen der Kirche, sondern alle Getauften.

 

Der Priestermangel ist ein Thema, das die Kirche seit Jahren beschäftigt. Welche Modelle gemeinsamer Verantwortung von Hauptamtlichen, Ehrenamtlichen und Pfarren halten Sie für zukunftsfähig?
Steinmair-Pösel:  Durch den synodalen Prozess wird Partizipation auf Augenhöhe im Sinne einer gemeinsamen Verantwortung noch wichtiger werden. Die zentrale Frage wird nicht mehr sein: Wer darf was?, sondern: Wozu ruft uns Gott heute? Und: Wie können wir – auf diesen Ruf antwortend – den gesellschaftlichen und religiösen Wandel vertrauensvoll mitgestalten und so glaubhaft Kirche sein? 


Welche anderen Themen sehen Sie für die Katholische Kirche in Vorarlberg für das Jahr 2026 am Horizont?
Steinmair-Pösel:  Ein wichtiges Thema für 2026 (und darüber hinaus) sehe ich darin, die bereits erwähnte Synodalität, also die Teilhabe und Beteiligung aller Glaubenden an der Gestaltung des kirchlichen Lebens, auf allen Ebenen zu stärken. Im Grunde geht es darum, wirklich achtsam aufeinander zu hören, gemeinsam auf Gott zu hören und dann die entsprechenden Entscheidungen zu treffen und konkrete Schritte zu setzen. Immer wieder höre ich aus Pfarrgemeinden, die hier bereits begonnen haben, welch gute Erfahrungen sie beispielsweise mit dem synodalen Gespräch machen und wie wertvoll dieses respektvolle Aufeinander-Hören und Miteinander-Unterwegssein erlebt wird. Ein wichtiger Schritt im kommenden Jahr wird deshalb sein, synodale Prozessbegleiter:innen auszubilden, die solche Gespräche und gemeinsame Entscheidungsfindungsprozesse gut begleiten können. 

 

Für einen guten Start ins neue Jahr, gibt es vielleicht eine aufmunternde Bibelstelle, die Sie mit den Leser:innen des KirchenBlatts teilen wollen? 
Steinmair-Pösel:  Ein wichtiger Text – für dieses und jedes neue Jahr – ist für mich die Zusage des Auferstandenen in Mt 28,20: „Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Sie gilt auch uns heute und ist verbunden mit der Einladung, immer wieder bewusst hinzuspüren, wo wir seine Gegenwart wahrnehmen können.

 

Aus der KirchenBlatt-Ausgabe Nr. 1 vom 8. Jänner 2026. Noch kein Abo? Dann gleich eines bestellen

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Veröffentlicht am 07.01.2026
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