
Haben wir verlernt, wirklich zuzuhören? Offen und unvoreingenommen zu sein? Was heißt es, wirklich miteinander zu reden und einander zuzuhören, die eigenen Überzeugungen infrage zu stellen und sich der Weltsicht des anderen auszusetzen? Mit diesen Fragen befasst sich der bekannte Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen am 4. Oktober beim Montagsforum in Dornbirn.
Seit Jahren erfreut sich die Thematik des Zuhörens eines wachsenden Interesses – von Artikeln über Vorträge bis hin zu unzähligen Podcasts. Die „stille Kunst“ ist aus dem heutigen Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken. Redewendungen zum Thema Zuhören gibt es wie Sand am Meer: „Die Ohren spitzen“, „ein offenes Ohr haben“, „jemandem Gehör schenken“ oder „ganz Ohr sein“.
Auch die Wissenschaft scheint aktuell einen Konsens gefunden zu haben: Zuhören ist keinesfalls passiv, sondern vielmehr aktiv und kann und sollte geübt werden. Über das Thema kann also vor allem eines gesagt werden – es kann nicht überhört werden.