
Eine Stimme für die Frauen
Zunächst zögerte sie, im Vorsitz der Katholischen Jugend und Jungschar mitzuarbeiten, da sie bereits stark eingespannt ist. Schließlich ließ sie sich aber doch überzeugen, da eine Frau im Vorsitz fehlte: „Ich kann nicht als Mini-Feministin an der Jahreshauptversammlung teilnehmen und dazu Nein sagen“, dachte sie und sagte schließlich doch zu. Denn eines steht für die energiegeladene Jugendleiterin fest: Sie möchte auch verändern, was in der Kirche ihrer Meinung nach nicht gut läuft. Großes Entwicklungspotential sieht Mia Mathis beispielsweise beim Gewaltschutzkonzept, das in jeder einzelnen Pfarre Vorarlbergs umgesetzt werden müsse. Ein Herzensanliegen ist ihr die Rolle der Frauen in der Kirche: In der Katholischen Jugend und Jungschar könnte es eine weibliche Seelsorgeperson geben, doch: Welches Profil sollte sie haben? Darüber macht sie sich intensive Gedanken.
Adrenalinkick beim Leben retten
Das Ministrieren und die Jungschar sind aber nicht ihre einzigen Hobbys. Nach dem Schnuppern bei der Feuerwehr blieb die damals Zwölfjährige bei der Jugendfeuerwehr und wechselte im Alter von 16 Jahren in den Aktivstand. Bei den Einsätzen erlebt sie jeweils einen Adrenalinkick und handelt zugleich verantwortungsvoll, wenn es darum geht, Gutes zu tun, Menschen zu helfen und Leben zu retten.
Andere junge Menschen möchte Mia Mathis dazu ermutigen, für eine Aufgabe offen zu sein und spontan zuzusagen, auch wenn noch unklar ist, was sie mit sich bringt.


