
Mit der Taufe werden wir ganz in Christus hineingenommen. Dazu gehören sein Tod und seine Auferstehung. Wenn ich die Taufe unter diesem Aspekt betrachte, könnte man sagen, dass etwas in uns stirbt und etwas anderes neu geboren wird. Wir entscheiden uns dafür, Christ:innen zu sein. Das schließt auch eine bestimmte Lebensweise und die Ausrichtung auf Gott mit ein.
Sobald es um die Frohe Botschaft des Christentums geht, komme ich nicht umhin, über meine eigene Endlichkeit, meine mögliche Nicht-Existenz, nachzudenken. Dann macht sich ein mulmiges Gefühl in mir breit; auch Furcht würde ich es nennen. Dieser Zustand des Nicht-Seins ist unvorstellbar, und dennoch habe ich Angst davor. Mal sind diese Gedanken präsenter, mal weniger. Aber sie sind da. Ich kann mich noch so sehr bemühen, ausgeglichen zu leben, zur Vorsorge zu gehen, achtsam zu sein und vieles mehr. Und doch: Früher oder später werde ich sterben. Mein Leben auf dieser Erde wird zu Ende gehen.
In Jesus ist uns die Auferstehung, das Bei-Gott-Sein, geschenkt. Je mehr ich mich damit beschäftige, desto stärker wird meine Unsicherheit, weil ich diese unbegreifliche Zusage nicht einfach für mich annehmen kann. Ich weiß auch, dass ich sie nicht verstehen muss, um an sie zu glauben oder auf sie zu hoffen. Trotzdem fordert mich die Auferstehungshoffnung immer wieder heraus. Lange Zeit dachte ich, dass ich gar keine Christin sein dürfe, wenn ich mir nicht in allem sicher bin. Mittlerweile glaube ich, dass auch das zu meiner Suche dazugehört und Teil meines Glaubenslabyrinths sein darf.
Wichtig ist für mich, mein Leben dennoch nach den grundlegenden Werten zu gestalten, die Jesus uns mitgegeben hat. Mit diesem Gepäck gehe ich meinen Weg weiter – auf der Suche nach Antworten und nach Fragen, die ich noch gar nicht kenne.
Hannah Bilgeri ist Pastoralassistentin in Ausbildung in der Pfarre Bruder Klaus in Dornbirn-Schoren.
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