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Junge Gottesdienste mit Herz und Musik

Ministrantin Johanna Horvath liebt es zu musizieren und gestaltet und leitet mit großer Begeisterung Jugendgottesdienste in Feldkirch.

Von Sr. M. Anastasia Franz

 

Johanna Horvath ist 15 Jahre alt und besucht die Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP) Feldkirch. In ihrer Freizeit singt und tanzt sie gern, da sie alles liebt, was mit Musik zu tun hat. Sie fährt gern Moped, ministriert und bereitet Jugendgottesdienste vor.


In einer kleinen Waldkapelle in Feldkirch feierten die Ministranten schon seit vielen Jahren „junge“ Gottesdienste. Dort wollte sich Johanna engagieren: „Ich habe mich immer mehr eingebracht und hatte irgendwann Lust, diese Gottesdienste vorzubereiten und zu leiten“, erzählt sie. Manchmal sei es herausfordernd, locker zu bleiben und darauf zu vertrauen, dass es gut wird. Ihre Motivation ist aber ungebrochen: „Besonders freut es mich zu sehen, dass immer wieder neue Gesichter kommen und Spaß daran haben. Ich finde es schön, dass es so eine Möglichkeit gibt, jungen Menschen die Kirche auf moderne Weise näherzubringen“, berichtet sie. Auch Johannas Familie ist musikalisch begabt: Oft musizieren die Familienmitglieder in der Kirche und gestalten Gottesdienste musikalisch mit.

 

Gemeinsam Ideen finden

Gottesdienste gemeinsam mit anderen Ministrantinnen und Ministranten vorzubereiten, macht sie leidenschaftlich gern, wie sie sagt. Dafür nutzen die Jugendlichen die Ministunde: „Wir sammeln Ideen zu einem Thema oder zu einer aktuellen Zeit im Kirchenjahr, wie zum Beispiel Ostern oder Freundschaft“, erklärt die Oberministrantin. Zusammen mit ihren Freunden plant sie dann den Gottesdienst, der 30 bis 45 Minuten dauert: Ein Ablauf wird erstellt, passende Gebete gesucht, Fürbitten geschrieben und die Jugendband miteingebunden. Dabei sind die jungen Leute sehr kreativ: „Wir überlegen uns immer neue Möglichkeiten, wie wir Fürbitten oder Lieder einbringen können“, sagt die Teenagerin.
Mit der Vorbereitung sind die Jugendlichen aber nicht auf sich allein gestellt: „Wir werden vom Pastoralassistenten unserer Pfarre, der auch die Ministranten leitet, gut unterstützt. Er macht meist den Segen oder Tauferneuerung und organisiert Snacks und Essen für danach“, erläutert die Ministrantin und sagt weiter: „Er studiert mit uns als Band die Lieder ein und hilft uns, wo wir Hilfe brauchen“, schließt die junge Frau, die den Gottesdienst gemeinsam mit einem Ministranten oder ein Ministrantin zusammen leitet.

Wenn ich nicht mehr weiß, was ich tun soll, kann ich immer beten und zu Gott sprechen.
Johanna Horvath

Schöne Erfahrungen

Ihr Einsatz wird durch schöne Erfahrungen belohnt, denn „es ist einfach schön zu sehen, wie junge Leute etwas für andere junge Leute machen und davon ein Teil zu sein, bereitet mir große Freude“. Es sei auch toll zu sehen, was aus einer Idee entstehen könne. Beim Essen und Kartenspielen im Anschluss vertieft sich die Gemeinschaft unter den jungen Leuten, die den restlichen Abend gemeinsam verbringen möchten.

 

Keine Angst vor Fehlern haben

Der Glaube spielt in Johannas Leben eine wichtige Rolle: „Wenn ich nicht mehr weiß, was ich tun soll, kann ich immer beten und zu Gott sprechen, denn er ist immer für mich da“, sagt sie. Ihr Glaube verbindet sie auch mit anderen: „Ich habe schon einige Freundschaften durch die Kirche geschlossen“, sagt sie weiter. Ihr Glaube stärkt sie, sie kann ihre Last Gott anvertrauen und weiß, dass Gott weiß, was zu tun ist. Johanna ist offen für Neues und versucht, positiv an Dinge heranzugehen. Durch ihre Verbindung mit Gott kann sie gelassen bleiben, wenn sie Fehler macht. Das möchte sie gern anderen jungen Menschen mitgeben: „Man sollte an sich glauben und muss keine Angst vor Fehlern haben. Es ist gut, wenn man offen für Neues ist und nicht so schnell aufgibt. Bleibt motiviert, verfolgt eure Träume und lasst sie euch nicht nehmen.“

Aus der KirchenBlatt-Ausgabe Nr. 23  vom 11. Juni 2026. 

 

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Veröffentlicht am 15.06.2026
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