
Die Worte des Petrus machen betroffen. Die Menschen lassen sich mitten ins Herz treffen. Dabei fordert er heraus. Nicht mit einer „Schönwetter-Predigt“, Petrus konfrontiert die Menschen mit dem Hinweis, dass Jesus gekreuzigt wurde. Auf die Frage „Was sollen wir tun?“ ruft er sie zur Umkehr auf, mit der Taufe als sichtbares Zeichen eines Neubeginns. Petrus redet nicht lange um den heißen Brei herum, er fordert eine Entscheidung.
Ich frage mich: Wie würde ich darauf reagieren, wenn meine Handlungen und Werte in Frage gestellt würden? Wie würde ich darauf reagieren, wenn mir bescheinigt würde, dass ich auf dem Holzweg bin? Würde ich auch ehrlich fragen: „Was soll ich tun?“ Und wäre ich offen und bereit für die Antwort?
Vielleicht würde ich das Auftreten des Petrus ablehnen, vielleicht würde ich sagen, das muss ich mir erst einmal durch den Kopf gehen lassen, einmal darüber schlafen. Vielleicht würde ich aber auch aggressiv reagieren. Wenn wir manche Entwicklungen in unserem heutigen Zusammenleben sehen, wenn wir die
Wertvorstellungen kritisch betrachten, die für viele Entscheidungen ausschlaggebend sind, so sind wir wohl auch heute herausgefordert darüber nachzudenken, wie es weitergehen soll, was wir tun sollen.
Petrus ermutigt uns, neu anzufangen, umzukehren. Wenn aber Petrus die Umkehr fordert, dann tut er das aus der Überzeugung heraus, dass die Frohe Botschaft Jesu der richtige Weg ist. Mit dieser Botschaft versucht er die Menschen zu erreichen – und einige lassen sich mitten ins Herz treffen.
Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
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