
Mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit, für uns Christ:innen eine Zeit der Umkehr, Neuorientierung und Besinnung auf das, was wirklich zählt im Leben.
40 Tage liegen vor uns, damit wir wieder in das notwendige Gleichgewicht kommen, das uns möglicherweise abhandengekommen ist. Politische und gesellschaftliche Veränderungen, aber auch persönliche Krisen machen nachdenklich und stellen nicht selten Wertehierarchien und vertraute Lebenskonzepte in Frage.
Auch Jesus kannte Glaubenskrisen. Im Evangelium hören wir davon. Gottes Geist führt ihn in die Wüste. An diesem Ort der Menschenferne erfährt er eine besondere Prüfung. Dreimal sieht sich Jesus mit Versprechungen des Teufels konfrontiert, die ihn zu großer Macht und großem Einfluss über die Welt verhelfen würden; doch er widersteht und hält an seiner innigen Beziehung zu Gott fest. Er weigert sich beharrlich, den Manipulationen des Teufels nachzukommen.
Diese Haltung Jesu ermutigt, unser eigenes Vertrauen in Gott zu stärken: Gott allein ist Ursprung allen Lebens, Gottes Nähe bestärkt und lädt uns Menschen ein, mit ihm in Beziehung zu treten; aus dieser Begegnung schöpfen wir Hoffnung und erfahren Leben in Fülle. Und auch wir sind aufgefordert, den Versuchungen und Einflüsterern der heutigen Zeit zu widerstehen, Gottes befreiende Botschaft ins Zentrum unseres Lebens/Alltags zu stellen und kritische Worte zu finden, wo diese Botschaft des Lebens verdeckt und verdrängt wird.
Wer sind meine Versucher/Einflüsterer?
Wo braucht es Neuorientierung?
Wie kann ich positiv wirksam sein in
Gesellschaft und Politik?
Maria Fischer studierte Theologie und Philosophie. Sie ist Pastoralvorständin der Pfarre TraunerLand in der Diözese Linz. Kontakt: sonntag@koopredaktion.at


